Alternativen zum Amalgam

Welche Füllungs-Materialien kommen in Frage?

Die beste, haltbarste und schönste Alternative: Keramik-Inlays

Sog. Inlays (Einlagefüllungen) aus Keramik sind die haltbarste metallfreie Alternative zu Amalgam. Keramik hat viele unschlagbare Vorteile: Sie ist sehr gut körperverträglich und lange haltbar. Keramik-Inlays sehen dem natürlichen Zahn am ähnlichsten und sie verfärben sich nicht.

 

Keramik-Inlays werden außerhalb des Mundes im Dental-Labor hergestellt und mit einem sog. Komposit-Zement im Zahn befestigt. Ihre Haltbarkeit beträgt 15 Jahre und länger.

Keramik-Inlay: Die beste und langlebigste Alternative zu Amalgam (© giorgiomtb - Fotolia.com)
Keramik-Inlay

Eine gute und haltbare Alternative: Komposit-Füllungen

Komposite bestehen zu ca. 80 % aus fein gemahlenem Keramik-Pulver und zu etwa 20 % aus Kunststoff, der das Keramik-Pulver wie eine Paste zusammenhält. Die Keramik gibt der Füllung ihre Stabilität und das zahnähnliche Aussehen.

 

Komposite werden als Paste in den Zahn eingebracht, geformt, ausgehärtet und poliert. Komposit-Füllungen halten 8 Jahre und länger.

Komposit-Füllungen: Eine gute Alternative zu Amalgam (© Zsolt Bota Finna - Fotolia.com)
Komposit-Füllungen

Die billigste Alternative: Kunststoff-Füllungen

Einfache Kunststoff-Füllungen nutzen sich relativ schnell ab und verfärben sich im Laufe der Zeit. Da sie keinen so dichten Randschluss haben, kann es nach einiger Zeit zu Karies am Füllungsrand kommen (s.u.).

 

Kunststoffe werden als Paste in den Zahn eingebracht, geformt, ausgehärtet und poliert. Kunststoff-Füllungen halten nur ca. 3-5 Jahre.

Kunststoff-Füllungen: Die billigste Alternative zu Amalgam (© Sandor Kacso - Fotolia.com)
Kunststoff-Füllungen

Worauf es bei Keramik-Inlays und Komposit-Füllungen ankommt

Dichter Randschluss

 

Die kritische Stelle bei jeder Füllung ist der Übergang zum Zahn. Wenn die Füllung nicht dicht und fest mit dem Zahn verbunden ist, kommt es zu feinen Spalten, in denen sich Bakterien festsetzen. Diese Bakterien produzieren Säuren, die über kurz oder lang zu Karies (Zahnfäule) führen.

 

Damit das nicht passiert, verbinden wir Keramik-Inlays und Komposit-Füllungen in einem speziellen Verfahren (Adhäsiv-Technik) dicht und fest mit dem Zahn.

 

Richtige Aushärtung

 

Komposite werden mit dem Licht spezieller Lampen ausgehärtet. Wenn die Aushärtung unvollständig ist, kann es zu Zahn-Empfindlichkeiten und Randkaries kommen. Um das zu vermeiden, härten wir Komposit-Füllungen schichtweise aus.

 

Außerdem belichten wir die Füllungen und Befestigungs-Komposite länger als von den Herstellern empfohlen und wir prüfen die Lichtleistung der Lampen regelmäßig. So stellen wir sicher, dass die Komposite vollständig aushärten.

 


Komposit ohne kritische Inhaltsstoffe

Vorbeugung gegen mögliche Allergien und Randspalten

 

Die üblicherweise verwendeten Komposite haben zwei Nachteile:

  • Sie enthalten zwei kritische Stoffe, die zu Allergien führen können: Methylmethacrylat (MMA) und Triethylenglycol-Dimethacrylat (TEGDMA).
  • Sie schrumpfen bei der Aushärtung relativ stark, was zu Randspalten und späterer Karies führen kann.

 

Die Alternative aus der Schweiz

 

Wir verwenden in unserer Praxis das Komposit eines Schweizer Herstellers, das nicht die beiden kritischen Inhaltsstoffe MMA und TEGDMA enthält.

 

Dieses Komposit zeichnet sich auch dadurch aus, dass es bei der Aushärtung nicht so stark schrumpft und damit der Bildung von Randpalten und Karies vorbeugt.